Kauf der Olympia Schießanlage München Hochbrück durch den BSSB



Informationen aus der Power-Point-Präsentation des BSSB mit freundlicher Genehmigung übernommen.



Regenbogen-Querstrich

Bundenimmobilienanstalt vergibt Kaufangebot an BSSB über 1.721.600 €


Sehr geehrter Schützenmeister:
"Unterstützen Sie den Kauf durch 3 € pro Vereinsmitglied!"


WÜRZBURG/MÜNCHEN (AN Fotos: BSSB-Power-Point-Präsentation)
Das Kaufangebot:
  • Die Bundesimmobilienanstalt hat uns den Ankauf der mit blauer Linie gekennzeichneten Flächen zu einem Preis von 1.721.600 € angeboten, ca. 86.600 € werden für Grunderwerbssteuer und Beurkundungskosten beim Notar zusätzlich anfallen.
  • Wenn der BSSB e. V. auch die umliegenden Flächen erwerben kann, ist mit Gesamtkosten von ca. 2 Millionen € zu rechnen.
  • Bezüglich dieser rot gekennzeichneten Flächen laufen derzeit noch Verhandlungen mit der Bundeswehr.

Olympia-Schießanlage München-Hochbrück
Die blaue Linie zeigt die Fläche, die im Kaufangebot enthalten ist.
Olympia-Schießanlage München-Hochbrück

Gründe, die für einen Erwerb der Olympia-Schießanlage sprechen:
  • Auch der Breitensport in Bayern ist ohne Leistungssport auf internationalem Niveau nicht denkbar. Vor der Übernahme der Olympia-Schießanlage waren die schießsportlichen Erfolge in Bayern eher mäßig, was sich seit 1977 grundlegend geändert hat.
  • Sportschießen bleibt auch für Vereinsmitglieder nur attraktiv, wenn es in der Öffentlichkeit als interessante Sportart wahrgenommen wird. Seit der Übernahme der Olympia-Schießanlage haben sich die Mitgliederzahlen des BSSB e. V. deutlich erhöht, was auch den Mitgliedern unseres Verbandes zugute kommt.
  • Das Erbbaurecht besteht zwar bis Ende 2020, wenn der BSSB e. V. die Anlage nicht erwirbt, hat er allerdings keine Option, diese nach Ablauf des Erbbaurechts zu kaufen.
  • Wenn der BSSB e. V. die Anlage nach Ablauf des Erbbaurechts zurückgeben muss, riskiert er den Verlust sämtlicher Investitionen. Die Immobilie fällt dann entschädigungslos an die Bundesrepublik Deutschland zurück.
  • Nach 2020 wäre ohne einen Kauf nicht mehr sichergestellt, wo Breitensportveranstaltungen wie Guschu, Sommerbiathlon, Traditionsmeisterschaften, aber auch Bayerische, Deutsche und Internationale Meisterschaften und Wettkämpfe geschossen werden können.
  • Unsere Bayerischen Schützen müssten weite Fahrtstrecken auf eigene Kosten in Kauf nehmen.
  • Ein vergleichbares Objekt wird der BSSB e. V. in ganz Bayern nicht mehr finden können; mit dem Erwerb sichert der BSSB e. V. die Zukunft des Bayerischen Schießsports auch für unsere Kinder.

Weiteres Vorgehen:
  • Am 18.02.2006 wird in Hochbrück eine außerordentliche Generalversammlung stattfinden, die über den Erwerb der Schießanlage entscheiden wird.
  • Im Anschluss daran wird ein notarieller Kaufvertrag abgeschlossen, wenn die Generalversammlung dem Erwerb zustimmt.

Bitte sichern Sie die Zukunft unseres Sports und unterstützen Sie den Kauf.
Wir danken Ihnen im Namen aller Bayerischen und Deutschen Sportschützen


Geschichte der Olympia-Schießanlage:
  • Für die Olympischen Sommerspiele 1972 wurde die Schießsportanlage auf einem Truppenübungsplatz im Münchner Norden errichtet.
  • Der Bayerische Sportschützenbund übernahm danach im Erbbaurecht das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und hatte nun das erste Mal in seiner Geschichte die Möglichkeit, Landes- und Bundesmeisterschaften an einem Ort durchzuführen. Das Erbbaurecht läuft nach einer Verlängerung noch bis 31.12.2020.
  • Nach einer umfangreichen Sanierung gilt die Anlage in Fachkreisen als die größte, schönste und modernste zivile Schießsportanlage der Welt. Sie ist auch Landesleistungszentrum und Olympiastützpunkt. Jede Halle ist mit modernsten elektronischen Schießständen ausgestattet.

Wesentliche Teile der Anlage:
Finalhalle:
  • Die Finalhalle ist wie die anderen Hallen mit den modernsten elektronischen Schießständen ausgestattet. Diese bieten den Zuschauern ein besonderes multimediales Erlebnis. Die knapp 1000 Schießsportfreunde hinter der Barriere sind hautnah in den Wettkampf eingebunden, können auf einer Multivisionswand den Zielvorgang der Schützen mitverfolgen und werden in Sekundenbruchteilen mit dem neuesten Stand des Wettkampfes versorgt.
  • Der Bau ist 65 m lang und 35 m breit und schließt an die Pistolenhalle an. Mit modernsten Ab- und Zuluft-Anlagen wird die Halle im Sommer gekühlt und im Winter beheizt. In der Halle schießt man auf 59 Ständen alle olympischen Disziplinen:
  • auf 50 m Distanz: Gewehr, Freie Pistole und laufende Scheibe
  • auf 25 m Distanz: Sportpistole und Olympische Schnellfeuerpistole
  • auf 10 m Distanz: Luftgewehr, Luftpistole und Laufende Scheibe

Mehrzweckhalle:
  • Es handelt sich hier um das einzige Gebäude auf dem Gelände, das der BSSB Anfang der 80er Jahre selbst errichtet hat. Die Baukosten betrugen ca. 3,4 Mio. €. Da die Anlage vom Staat als Landesleistungszentrum und Bundesstützpunkt anerkannt ist, wurde die Maßnahme mit 50 % durch den Freistaat Bayern und 30 % durch den Bund gefördert, so dass für den BSSB eine Belastung von 20% verblieb.
  • Der Bau war unbedingt erforderlich: Zum Zeitpunkt, als die übrige Olympia-Schießanlage erbaut wurde, waren Luftdruckwaffen noch nicht olympische Disziplin. Daher wurde im Interesse der nacholympischen Nutzung in der Mehrzweckhalle lediglich eine Behelfslösung für das Schießen errichtet, der spätere Bau war unerlässlich. Dadurch ist im Winter jetzt Schießbetrieb möglich, desgleichen kann auf der Anlage Hallen-Bogenschießen stattfinden.

Wurfscheibenanlage:
  • In Hochbrück gibt es 3 kombinierte Trap- und Skeetstände mit einem Achsabstand von 70 m.
  • Die Netze zwischen den Ständen dienen hier nicht der Windregulierung, sondern fangen die Splitter der getroffenen Wurfscheiben ab, damit die Schützen auf dem Nachbarstand nicht irritiert werden.
  • Die Wurfscheiben werden von Vollautomaten mit großer Ladekapazität geschleudert. Die 15 Automaten für jede Trap-Anlage haben verschiedene Einstellmöglichkeiten und kommen abwechselnd zum Einsatz, so dass der Kurs der Scheiben nicht vorhersehbar ist.

Pistolenhalle:
  • Sie ist nach der gleichen Grundkonzeption wie die Gewehrhalle gestaltet.
  • Auf ihren 42 Ständen kann wahlweise Groß- und Kleinkaliber auf eine Distanz von 25 m geschossen werden. Auf diese Distanz werden die Disziplinen Großkaliber, Sportpistole, Standardpistole und Olympische Schnellfeuerpistole ausgetragen.

Gewehrhalle:
  • Der beeindruckende Bau ist mit 176 m sogar etwas länger als die Gleishalle des Münchener Hauptbahnhofs.
  • Untergebracht sind hier insgesamt 102 Schießstände für Kleinkaliber-Disziplinen auf 50 m-Distanz. Davon kann man auf 42 Ständen Kleinkaliber-Disziplinen auf 100 m-Distanz und Großkaliber-Disziplinen auf 300 m-Distanz schießen, die 1972 noch im olympischen Programm gewesen sind.
  • 41 Stände können für Armbrust-Wettbewerbe auf 30 m-Distanz umgerüstet werden.


©  Copyright by Schützengau Würzburg (http://www.schuetzengau-wuerzburg.de/index.htm), Webmaster: Uwe Anderl (Stand: 31.01.2006)


Regenbogen-Querstrich

Per Programm automatisch generiert am 25.03.2012 um 18:53:26.